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Mi. 28. Juni 2017

Trailer Tickets 19.00 Uhr Ida

Polen, Dänemark 2013
82 Minuten | FSK 0
deutsche Synchronfassung
Psychoanalyse + Film | Einführung + Gesprächsleitung: Dr. Barbara Heinzmann, Tübingen

Psychoanalyse + Film in Zusammenarbeit mit der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Stuttgart-Tübingen e. V. und der Hochschule Esslingen | Einführung + Gesprächsleitung: Dr. Barbara Heinzmann, Tübingen

Ein wunderbar stiller, hoch konzentrierter Film, der in nüchternen, sorgfältig komponierten Schwarz-Weiß-Bildern und im altmodischen 1:1.37-Bildformat gedreht wurde. Keine Kamerabewegung ist unnötig, jede Einstellung eine komplexe Komposition. Es sind solche Verdichtungen von Bild und Handlung, die den Zuschauer völlig in ihren Bann zu schlagen vermögen.

Polen 1962: Die Waise Anna ist in einem abgelegenen Kloster aufgewachsen. Nun steht die 18-Jährige unmittelbar davor, ihr Gelübde abzulegen. Aber vorher hält es die Äbtissin für angebracht, dass sie die einzige ihr verbliebene Verwandte besucht, ihre Tante Wanda. Beide haben sich noch nie gesehen, die Tante hat den Kontakt bislang strikt abgelehnt. Die erste Begegnung ist eher schroff. Wanda, erfolgreiche Parteifunktionärin, ist das genaue Gegenteil ihrer Nichte, sie trinkt, pflegt ziemlich lieb- und wahllos Männerkontakte und hat mit Familie nichts am Hut. Sie eröffnet Anna, dass diese eigentlich Ida heißt und Jüdin ist. Und sie erklärt sich schließlich bereit, zusammen mit ihrer Nichte die genaueren Umstände des Todes derer Eltern zu klären. Gemeinsam unternehmen sie eine Reise in die Vergangenheit.

R: Pawel Pawlikowski | B: Pawel Pawlikowski & Rebecca Lenkiewicz | K: Ryszard Lenczewski & Lukasz Zal | D: Agata Kulesza (Wanda Gruz), Agata Trzebuchowska (Novizin Anna / Ida Lebenstein), Dawid Ogrodnik (Lis), Jerzy Trela (Szymon Skiba), Adam Szyszkowski (Feliks Skiba)