►HIER geht es zum Programm!

Heute
Mi 08 19.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


September
Mi 01 19.00
Versailles
113 Minuten | FSK frei ab 6 | französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln


VERSAILLES ist ein leises, zartes und doch ungemein kraftvolles Stück Kino über Freiheit und Verantwortung. Und keine Geste, kein Wort ist hier zu viel. Der verstorbene Guillaume Depardieu, der rebellische, eigensinnige und ein wenig haltlose Sohn Gérard Depardieus, darf hier in einer seiner letzten Rollen all das auch sein. Er beeindruckt zutiefst als ein Mann, der eines fremden Kindes wegen sein Vagabundenleben aufgibt und in eine bürgerliche Existenz zurückkehrt.

Unmittelbar neben dem titelgebenden, weltberühmten Schloss erstrecken sich dichte Wälder. Hier lebt in einer Hütte der noch junge Damien. Eines Tages taucht Nina mit ihrem 5-jährigen Sohn Enzo auf, verbringt eine Nacht mit Damien und ist am nächsten Tag spurlos verschwunden. Nur das Kind hat sie zurückgelassen. Der scheue und widerborstige Damien und der kleine Enzo nähern sich einander ganz vorsichtig an und Damien übernimmt mehr und mehr Verantwortung für den Kleinen. Da die Wohnstätten der Aussteiger im Wald in der reichen Gemeinde von Versailles nicht gern gesehen sind und außerdem der Winter droht, den ein Kind hier draußen nicht überleben würde, entschließt sich Damien zu einem schmerzhaften Schritt. Er wird in sein altes, bürgerliches Leben zurückzukehren. Unabhängig von ihm versucht dies auch Nina, denn sie hat ihren Sohn nicht vergessen. Aber es wird für alle kein einfacher Weg...

Frankreich 2008 | R+B: Pierre Schoeller | K: Julien Hirsch | D: Guillaume Depardieu (Damien), Max Baissette de Malglaive (Enzo als Kind),Judith Chemla (Nina), Patrick Descamps (Jean-Jacques)


    21.15
Gordos - Die Gewichtigen
115 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Daniel Sánchez Arévalos (DUNKELBLAUFASTSCHWARZ) erzählt von vier übergewichtigen Madrilenen, die sich in einer Gruppentherapie treffen. Sein Film lebt dabei vor allem von der teilweise grotesken Komik (über die Gewichtsprobleme seiner Protagonisten macht er sich aber in keinem Moment lustig) und behutsamen Verflechtung der unterschiedlichen Lebenssituationen. Virtuos verbindet er die verschiedenen Episoden in ihrer ganz eigenen, tragischen, dramatischen, sozialkritischen, komischen oder skurrilen Stimmungslage. Und er kann sich voll und ganz auf sein hervorragendes, mutiges Ensemble verlassen!

Beim smarten Therapeuten Abel versammeln sich Menschen, weil sie schlanker, leichter werden wollen. Und Abel fordert sie als Erstes auf, sich ganz auszuziehen, geht auch mit gutem Beispiel voran. Die Gruppe reduziert sich schlagartig von acht auf vier Teilnehmer und deren Geschichten werden nun erzählt: Enrique hat – einst gertenschlank und sportlich – Diätpillen im Fernsehen beworben, ist jetzt aber ein Opfer des Jo-Jo-Effekts geworden und muss nicht nur um seine Karriere bangen. Die attraktive Leonor hingegen hat sich 20 Kilo vor der Glotze angefuttert, seit ihr Freund im Ausland arbeitet. Nun hat sie Angst davor, dass er sich von ihr trennen wird. Sofias größtes Problem ist wohl gar nicht ihre Figur, sondern ihr bigotter Verlobter Alex, der Sex vor der Ehe strikt ablehnt. Der gemütliche Familienvater Andrés wiederum fürchtet sich vor den gesundheitlichen Konsequenzen. Denn alle in seiner übergewichtigen Sippe starben mit fünfzig...

Spanien 2009 | R+B: Daniel Sánchez Arévalo | K: Juan Carlos Gómez | D: Antonio de la Torre (Enrique), Roberto Enriquez (Abel), Veronica Sanchez (Paula), Leticia Herrero (Sofía)


Do 02 19.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


Fr 03 17.00
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


    19.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    21.15
Altiplano
106 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung & deutsch untertitelte Passagen (Quechua)

Ein Film, der seine Besucher tief beeindruckt zurücklässt. Beeindruckt von der Qualität der fotografiegleichen Bilder und der tiefgehenden Auseinandersetzung mit der peruanischen Kultur. Die Regisseure suchen aus den Konflikten ihrer Protagonisten keinen einfachen Ausweg. Altiplano ist das Resultat ihrer langjährigen persönlichen Begegnung mit dem lateinamerikanischen Kontinent. Das spürt man in jeder Einstellung dieses melancholischen, schönen und poetischen Films.

Traumatisiert kehrt die bekannte Kriegsfotografin Grace aus dem Irak zurück nach Belgien. Ihr einheimischer Kollege und Freund wurde erschossen – in der Sekunde, in der sie ihn fotografierte. Sie fühlt sich schuldig, obwohl sie mit vorgehaltenem Messer gezwungen wurde, das Foto zu machen, zieht das Bild zurück, als es für den Pulitzerpreis nominiert wird, gibt ihren Job und mehr und mehr auch sich selbst auf. Ihr Mann Max arbeitet als Arzt in Altiplano, den peruanischen Hochanden, und ist mit immer wiederkehrenden Erkrankungen der Einheimischen konfrontiert. Max vermutet die Kontaminierung durch Quecksilber, das in der Gegend abgebaut wird, als Ursache. Als die junge Saturina ihren Verlobten durch eine Vergiftung verliert, kämpft sie mit allen Mitteln für Aufklärung. Auch hier wird ein Schuss fallen. Der Rückstoß wird bis nach Belgien zu spüren sein und Grace schließlich veranlassen, selbst in die Anden zu reisen. Die beiden Frauen treffen aufeinander. Es ist ihr ähnliches Schicksal, ihr kaum auszuhaltender Schmerz, der sie vereint.

Deutschland, Belgien, Niederlande 2009 | R+B: Peter Brosens & Jessica Woodworth | K: Franciscó Gózon | D: Jasmin Tabatabai (Grace), Magaly Solier (Saturina), Olivier Gourmet (Max), Behi Djanati Ataï (Sami)

Sa 04 17.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    19.00
Altiplano
106 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung & deutsch untertitelte Passagen (Quechua)

Ein Film, der seine Besucher tief beeindruckt zurücklässt. Beeindruckt von der Qualität der fotografiegleichen Bilder und der tiefgehenden Auseinandersetzung mit der peruanischen Kultur. Die Regisseure suchen aus den Konflikten ihrer Protagonisten keinen einfachen Ausweg. Altiplano ist das Resultat ihrer langjährigen persönlichen Begegnung mit dem lateinamerikanischen Kontinent. Das spürt man in jeder Einstellung dieses melancholischen, schönen und poetischen Films.

Traumatisiert kehrt die bekannte Kriegsfotografin Grace aus dem Irak zurück nach Belgien. Ihr einheimischer Kollege und Freund wurde erschossen – in der Sekunde, in der sie ihn fotografierte. Sie fühlt sich schuldig, obwohl sie mit vorgehaltenem Messer gezwungen wurde, das Foto zu machen, zieht das Bild zurück, als es für den Pulitzerpreis nominiert wird, gibt ihren Job und mehr und mehr auch sich selbst auf. Ihr Mann Max arbeitet als Arzt in Altiplano, den peruanischen Hochanden, und ist mit immer wiederkehrenden Erkrankungen der Einheimischen konfrontiert. Max vermutet die Kontaminierung durch Quecksilber, das in der Gegend abgebaut wird, als Ursache. Als die junge Saturina ihren Verlobten durch eine Vergiftung verliert, kämpft sie mit allen Mitteln für Aufklärung. Auch hier wird ein Schuss fallen. Der Rückstoß wird bis nach Belgien zu spüren sein und Grace schließlich veranlassen, selbst in die Anden zu reisen. Die beiden Frauen treffen aufeinander. Es ist ihr ähnliches Schicksal, ihr kaum auszuhaltender Schmerz, der sie vereint.

Deutschland, Belgien, Niederlande 2009 | R+B: Peter Brosens & Jessica Woodworth | K: Franciscó Gózon | D: Jasmin Tabatabai (Grace), Magaly Solier (Saturina), Olivier Gourmet (Max), Behi Djanati Ataï (Sami)

    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


So 05 17.00
Altiplano
106 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung & deutsch untertitelte Passagen (Quechua)

Ein Film, der seine Besucher tief beeindruckt zurücklässt. Beeindruckt von der Qualität der fotografiegleichen Bilder und der tiefgehenden Auseinandersetzung mit der peruanischen Kultur. Die Regisseure suchen aus den Konflikten ihrer Protagonisten keinen einfachen Ausweg. Altiplano ist das Resultat ihrer langjährigen persönlichen Begegnung mit dem lateinamerikanischen Kontinent. Das spürt man in jeder Einstellung dieses melancholischen, schönen und poetischen Films.

Traumatisiert kehrt die bekannte Kriegsfotografin Grace aus dem Irak zurück nach Belgien. Ihr einheimischer Kollege und Freund wurde erschossen – in der Sekunde, in der sie ihn fotografierte. Sie fühlt sich schuldig, obwohl sie mit vorgehaltenem Messer gezwungen wurde, das Foto zu machen, zieht das Bild zurück, als es für den Pulitzerpreis nominiert wird, gibt ihren Job und mehr und mehr auch sich selbst auf. Ihr Mann Max arbeitet als Arzt in Altiplano, den peruanischen Hochanden, und ist mit immer wiederkehrenden Erkrankungen der Einheimischen konfrontiert. Max vermutet die Kontaminierung durch Quecksilber, das in der Gegend abgebaut wird, als Ursache. Als die junge Saturina ihren Verlobten durch eine Vergiftung verliert, kämpft sie mit allen Mitteln für Aufklärung. Auch hier wird ein Schuss fallen. Der Rückstoß wird bis nach Belgien zu spüren sein und Grace schließlich veranlassen, selbst in die Anden zu reisen. Die beiden Frauen treffen aufeinander. Es ist ihr ähnliches Schicksal, ihr kaum auszuhaltender Schmerz, der sie vereint.

Deutschland, Belgien, Niederlande 2009 | R+B: Peter Brosens & Jessica Woodworth | K: Franciscó Gózon | D: Jasmin Tabatabai (Grace), Magaly Solier (Saturina), Olivier Gourmet (Max), Behi Djanati Ataï (Sami)

    19.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


Mo 06 18.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    20.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


Di 07 19.00
Altiplano
106 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung & deutsch untertitelte Passagen (Quechua)

Ein Film, der seine Besucher tief beeindruckt zurücklässt. Beeindruckt von der Qualität der fotografiegleichen Bilder und der tiefgehenden Auseinandersetzung mit der peruanischen Kultur. Die Regisseure suchen aus den Konflikten ihrer Protagonisten keinen einfachen Ausweg. Altiplano ist das Resultat ihrer langjährigen persönlichen Begegnung mit dem lateinamerikanischen Kontinent. Das spürt man in jeder Einstellung dieses melancholischen, schönen und poetischen Films.

Traumatisiert kehrt die bekannte Kriegsfotografin Grace aus dem Irak zurück nach Belgien. Ihr einheimischer Kollege und Freund wurde erschossen – in der Sekunde, in der sie ihn fotografierte. Sie fühlt sich schuldig, obwohl sie mit vorgehaltenem Messer gezwungen wurde, das Foto zu machen, zieht das Bild zurück, als es für den Pulitzerpreis nominiert wird, gibt ihren Job und mehr und mehr auch sich selbst auf. Ihr Mann Max arbeitet als Arzt in Altiplano, den peruanischen Hochanden, und ist mit immer wiederkehrenden Erkrankungen der Einheimischen konfrontiert. Max vermutet die Kontaminierung durch Quecksilber, das in der Gegend abgebaut wird, als Ursache. Als die junge Saturina ihren Verlobten durch eine Vergiftung verliert, kämpft sie mit allen Mitteln für Aufklärung. Auch hier wird ein Schuss fallen. Der Rückstoß wird bis nach Belgien zu spüren sein und Grace schließlich veranlassen, selbst in die Anden zu reisen. Die beiden Frauen treffen aufeinander. Es ist ihr ähnliches Schicksal, ihr kaum auszuhaltender Schmerz, der sie vereint.

Deutschland, Belgien, Niederlande 2009 | R+B: Peter Brosens & Jessica Woodworth | K: Franciscó Gózon | D: Jasmin Tabatabai (Grace), Magaly Solier (Saturina), Olivier Gourmet (Max), Behi Djanati Ataï (Sami)

    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


Mi 08 19.00
Das Orchester von Piazza Vittorio
100 Minuten | FSK frei ab 0 | italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dieses mitreißende und spannende Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder, fast ausschließlich (illegaler) Immigranten, hat in Italien Kultstatus. Kubanische Lässigkeit am Saxophon, senegalesische Trommeln, klassische Streichinstrumente, arabische Oud, indische Sitar, Musiker aus Nordafrika und Südamerika, Südosteuropa, Italien und New York: All diese Zutaten und konträren Musikstile ergeben ein erstaunliches Crossover der Kulturen, eine überraschende Harmonie.

Als sich der Musiker Marco Tronco, der in Roms größtem Migrantenviertel Esquilino unweit der Stazione Termini lebt und arbeitet, 2002 einer Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Filmkunstkinos Apollo in seinem Kiez anschließt, entwickelt er bald die Vision von einem multiethnischen Orchester. Heute ist das Orchester von Piazza Vittorio weltberühmt, doch der Weg zum Ruhm war eher steinig. Von Anfang an von den Filmemachern begleitet, klappert Tronco auf der Suche nach geeigneten Musikern Shops, Cafés und Märkte ab und stößt fast überall auf Kopfschütteln und verständliches Misstrauen. Immerhin war die neofaschistische „Alleanza Nazionale“ an Berlusconis Regierung beteiligt und gerade eben ein Gesetz zur Verschärfung der Situation illegaler Immigranten verabschiedet worden. Ein Kraftakt, bis Tronco schließlich eine Handvoll geeigneter Musiker von seiner Idee überzeugen kann. Doch sie wollen nicht so richtig zusammenfinden und es gibt reichlich Missverständnisse. Der erste Auftritt, den Tronco überstürzt vereinbart hatte, gleicht dann auch eher einer öffentlichen Probe. Aber das Publikum ist begeistert und der Wendepunkt für das Ensemble eingeläutet...

L‘ Orchestra di Piazza Vittorio |Italien 2006 | R+B: Agostino Ferrente | K: Greta De Lazzaris & Alberto Fasulo


    21.15
Kleine Wunder in Athen
107 Minuten | FSK frei ab 0 | deutsche Fassung

Dem in Berlin lebenden Athener Filippos Tsitos gelingt es in seiner wunderbar lakonischen Komödie, das Leben von vier Taugenichtsen in einem sehr amüsanten Schwebezustand einzufangen. Dass er es zugleich darauf abgesehen hat, der ruinösen Pumpwirtschaft der griechischen Eurosünder einen Spiegel vorzuhalten, ist offensichtlich. Aber wiederum auch nicht derart überdeutlich, dass seine Satire nicht weit allgemeiner verstanden werden könnte.

Stavros’ Tabakladen ist der Lebensmittelpunkt von vier Männern um die fünfzig. Dass ihre ganze Arbeit im Nichtstun besteht, fällt nur den umtriebigen Betreibern des chinesischen Ladens gegenüber auf. Gern würden diese expandieren und dem grantigen Stavros seinen ruinösen Betrieb abnehmen, aber der lehnt dankend ab. Wo sonst sollte er jeden Morgen die grünen Plastikstühle aufstellen, um mit seinen Freunden zu philosophieren? Diese Quartett verbindet neben der Liebe zur seligmachenden Rockmusik der 70er Jahre auch ein merkwürdiger Nationalstolz, der sie mit Verachtung auf das Treiben der albanischen Gastarbeiter blicken lässt. Einer von ihnen hat sich sogar einen Hund zugelegt, der angeblich immer nur dann bellt, wenn ein Albaner vorbei kommt. Warum aber kläfft das Vieh ausgerechnet Stavros so aufgeregt an? Als seine demente Mutter dann auch noch urplötzlich perfekt albanisch zu parlieren beginnt und in einem Albaner ihren verlorenen zweiten Sohn zu erkennen glaubt, kommt Stavros mächtig ins Grübeln...

Akadimia Platonos |Griechenland, Deutschland 2009 | R: Filippos Tsitos | B: Alexis Kardaras & Filippos Tsitos | K: Polidefkis Kirlidis | D: Antonis Kafetzopoulos (Stavros), Anastasis Kozdine (Marenglen), Titika Sarigouli (Mutter), Giorgos Souxes (Nikos)


Do 09 16.30
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


    19.00
Themba - Das Spiel seines Lebens
105 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

13plus | Jugendkino: Schüler/innen zahlen € 3,50 | Dieser Film ist durchaus auch für Erwachsene relevant.


Vor der atemberaubenden Kulisse der südafrikanischen Landschaft gedreht, besticht die bewegende und einfühlsam inszenierte Mischung aus Sozialdrama und Sportfilm durch die packende Dramaturgie, die stimmig eingesetzte Musik und die kraftvolle Kameraführung. Beeindruckend gelingt es der Regisseurin mit den Mitteln des klassischen, linearen Erzählkinos glaubwürdig und ohne Effekthascherei das Tabuthema Aids aufzugreifen.

Zusammen mit seiner jüngeren Schwester Nomtha und seiner in einer Teeplantage schuftenden Mutter lebt der 11-jährige Themba in einem armen Dorf am Eastern Cape. Er träumt davon, eines Tages Mitglied der „Bafana, Bafana“ zu werden. Als der von ihm gegründete Club an einem Jugendturnier teilnimmt, wird Trainer John Jacobs (bemerkenswert: das Schauspieldebüt von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann) auf den begabten Kicker aufmerksam. Ein Traum scheint wahr zu werden, doch die Wirklichkeit holt den Jungen schnell ein: Seine Mutter verliert ihren Job, zieht auf der Suche nach Arbeit nach Kapstadt und lässt ihre Kinder gezwungenermaßen in der Obhut ihres alkoholkranken, HIV-positiven Lebensgefährten zurück. Als dieser eines Nachts versucht, Nomtha zu missbrauchen, geht Themba dazwischen und wird selbst vergewaltigt. Die Kinder fliehen, schlagen sich nach Kapstadt durch und finden die Mutter todkrank in einem Township. Themba erinnert sich an John Jacobs und nimmt Kontakt zu ihm auf...

Südafrika, Deutschland 2009 | R+B: Stefanie Sycholt nach dem Jugendroman von Lutz van Dijk | K: Egon Werdin | D: Junior Singo (Themba), Simphiwe Dana (Mandisa) Jens Lehmann (John Jacobs), Melabantu Maxhama (Sipho)


    21.15
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


Fr 10 17.00
Themba - Das Spiel seines Lebens
105 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

13plus | Jugendkino: Schüler/innen zahlen € 3,50 | Dieser Film ist durchaus auch für Erwachsene relevant.


Vor der atemberaubenden Kulisse der südafrikanischen Landschaft gedreht, besticht die bewegende und einfühlsam inszenierte Mischung aus Sozialdrama und Sportfilm durch die packende Dramaturgie, die stimmig eingesetzte Musik und die kraftvolle Kameraführung. Beeindruckend gelingt es der Regisseurin mit den Mitteln des klassischen, linearen Erzählkinos glaubwürdig und ohne Effekthascherei das Tabuthema Aids aufzugreifen.

Zusammen mit seiner jüngeren Schwester Nomtha und seiner in einer Teeplantage schuftenden Mutter lebt der 11-jährige Themba in einem armen Dorf am Eastern Cape. Er träumt davon, eines Tages Mitglied der „Bafana, Bafana“ zu werden. Als der von ihm gegründete Club an einem Jugendturnier teilnimmt, wird Trainer John Jacobs (bemerkenswert: das Schauspieldebüt von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann) auf den begabten Kicker aufmerksam. Ein Traum scheint wahr zu werden, doch die Wirklichkeit holt den Jungen schnell ein: Seine Mutter verliert ihren Job, zieht auf der Suche nach Arbeit nach Kapstadt und lässt ihre Kinder gezwungenermaßen in der Obhut ihres alkoholkranken, HIV-positiven Lebensgefährten zurück. Als dieser eines Nachts versucht, Nomtha zu missbrauchen, geht Themba dazwischen und wird selbst vergewaltigt. Die Kinder fliehen, schlagen sich nach Kapstadt durch und finden die Mutter todkrank in einem Township. Themba erinnert sich an John Jacobs und nimmt Kontakt zu ihm auf...

Südafrika, Deutschland 2009 | R+B: Stefanie Sycholt nach dem Jugendroman von Lutz van Dijk | K: Egon Werdin | D: Junior Singo (Themba), Simphiwe Dana (Mandisa) Jens Lehmann (John Jacobs), Melabantu Maxhama (Sipho)


    19.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


    21.15
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


Sa 11 17.00
Themba - Das Spiel seines Lebens
105 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

13plus | Jugendkino: Schüler/innen zahlen € 3,50 | Dieser Film ist durchaus auch für Erwachsene relevant.


Vor der atemberaubenden Kulisse der südafrikanischen Landschaft gedreht, besticht die bewegende und einfühlsam inszenierte Mischung aus Sozialdrama und Sportfilm durch die packende Dramaturgie, die stimmig eingesetzte Musik und die kraftvolle Kameraführung. Beeindruckend gelingt es der Regisseurin mit den Mitteln des klassischen, linearen Erzählkinos glaubwürdig und ohne Effekthascherei das Tabuthema Aids aufzugreifen.

Zusammen mit seiner jüngeren Schwester Nomtha und seiner in einer Teeplantage schuftenden Mutter lebt der 11-jährige Themba in einem armen Dorf am Eastern Cape. Er träumt davon, eines Tages Mitglied der „Bafana, Bafana“ zu werden. Als der von ihm gegründete Club an einem Jugendturnier teilnimmt, wird Trainer John Jacobs (bemerkenswert: das Schauspieldebüt von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann) auf den begabten Kicker aufmerksam. Ein Traum scheint wahr zu werden, doch die Wirklichkeit holt den Jungen schnell ein: Seine Mutter verliert ihren Job, zieht auf der Suche nach Arbeit nach Kapstadt und lässt ihre Kinder gezwungenermaßen in der Obhut ihres alkoholkranken, HIV-positiven Lebensgefährten zurück. Als dieser eines Nachts versucht, Nomtha zu missbrauchen, geht Themba dazwischen und wird selbst vergewaltigt. Die Kinder fliehen, schlagen sich nach Kapstadt durch und finden die Mutter todkrank in einem Township. Themba erinnert sich an John Jacobs und nimmt Kontakt zu ihm auf...

Südafrika, Deutschland 2009 | R+B: Stefanie Sycholt nach dem Jugendroman von Lutz van Dijk | K: Egon Werdin | D: Junior Singo (Themba), Simphiwe Dana (Mandisa) Jens Lehmann (John Jacobs), Melabantu Maxhama (Sipho)


    19.00
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


    21.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


So 12 17.00
Themba - Das Spiel seines Lebens
105 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

13plus | Jugendkino: Schüler/innen zahlen € 3,50 | Dieser Film ist durchaus auch für Erwachsene relevant.


Vor der atemberaubenden Kulisse der südafrikanischen Landschaft gedreht, besticht die bewegende und einfühlsam inszenierte Mischung aus Sozialdrama und Sportfilm durch die packende Dramaturgie, die stimmig eingesetzte Musik und die kraftvolle Kameraführung. Beeindruckend gelingt es der Regisseurin mit den Mitteln des klassischen, linearen Erzählkinos glaubwürdig und ohne Effekthascherei das Tabuthema Aids aufzugreifen.

Zusammen mit seiner jüngeren Schwester Nomtha und seiner in einer Teeplantage schuftenden Mutter lebt der 11-jährige Themba in einem armen Dorf am Eastern Cape. Er träumt davon, eines Tages Mitglied der „Bafana, Bafana“ zu werden. Als der von ihm gegründete Club an einem Jugendturnier teilnimmt, wird Trainer John Jacobs (bemerkenswert: das Schauspieldebüt von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann) auf den begabten Kicker aufmerksam. Ein Traum scheint wahr zu werden, doch die Wirklichkeit holt den Jungen schnell ein: Seine Mutter verliert ihren Job, zieht auf der Suche nach Arbeit nach Kapstadt und lässt ihre Kinder gezwungenermaßen in der Obhut ihres alkoholkranken, HIV-positiven Lebensgefährten zurück. Als dieser eines Nachts versucht, Nomtha zu missbrauchen, geht Themba dazwischen und wird selbst vergewaltigt. Die Kinder fliehen, schlagen sich nach Kapstadt durch und finden die Mutter todkrank in einem Township. Themba erinnert sich an John Jacobs und nimmt Kontakt zu ihm auf...

Südafrika, Deutschland 2009 | R+B: Stefanie Sycholt nach dem Jugendroman von Lutz van Dijk | K: Egon Werdin | D: Junior Singo (Themba), Simphiwe Dana (Mandisa) Jens Lehmann (John Jacobs), Melabantu Maxhama (Sipho)


    19.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


    21.15
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


Mo 13 18.00
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


    20.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


Di 14 19.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


    21.15
14 km - Auf der Suche nach dem Glück
95 Minuten | FSK: nicht vorgelegt | mehrprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

14 Kilometer breit ist die Straße von Gibraltar, 14 Kilometer trennen Europa von Afrika, 14 Kilometer zwischen Armut und vermeintlichem Glück. Auf welche beschwerliche Weise drei Afrikaner aus Mali und Niger versuchen, nach Europa zu kommen, beschreibt der spanische Regisseur Gerardo Oliveras auf fast dokumentarische Weise, unsentimental und angenehm zurückhaltend. Ein eindringliches, eindrucksvoll gefilmtes Flüchtlingsdrama.

Violeta lebt in Mali und soll zwangsverheiratet werden, ausgerechnet mit dem greisen Mann, der sie einst vergewaltigt hat. Im Nachbarstaat Niger hat Bouba als Mechaniker immerhin einen Job. Sein großer Traum aber ist es, Fußballer zu werden. Sein Bruder Mukela überzeugt ihn davon, dass kein Talentscout hier auftauchen wird und er sein Glück selbst in die Hand nehmen muss. Und so machen sich die beiden Brüder auf die Reise nach Europa, haben all ihr Hab und Gut verkauft. Irgendwo in der Wüste treffen sie auf Violeta, die dort nach einer langen Schifffahrt auf dem Niger gestrandet ist. Über Sandpisten geht es durch die Wüste – auf überladenen Lastwagen, Kamelen und schließlich zu Fuß. Während Mukela nicht überlebt, werden Violeta und Bouba von Nomaden gerettet. Weiter geht die Reise durch die algerische Geröllwüste, mit falschen Pässen und stetig weniger werdendem Gepäck, bis schließlich ein Schleuser gefunden ist, der ihnen das verbleibende Geld abnimmt. Mit letzter Kraft schafft es das Paar schließlich nach Europa, doch was ihnen dort blüht, ist Stoff für einen anderen Film.

14 kilómetros | Spanien 2007 | R+B: Gerardo Olivares | K: Gerardo Olivares & Alberto Moro | D: Adoum Moussa (Bouba), Aminata Kanta (Violeta), Mahamadou Alzouma (Mukela)


Mi 15 19.00
Pippa Lee
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Film-Café am 9. September (s. u.)

Multitalent Rebecca Miller, Tochter von Arthur Miller und Ehefrau von Daniel Day-Lewis, hat ihren Debütroman verfilmt. Die witzig und doch sehr warmherzig erzählte Geschichte der Emanzipation von Vorzeigefrau Pippa Lee zum selbständigen Menschen begeistert und fesselt auf den ersten und bis zum letzten Blick. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film grandios besetzt.

Pippa steht vor ihrem 50. Geburtstag, als ihr 30 Jahre älterer Mann, der kultivierte Verleger Herb beschließt, den Lebensmittelpunkt der Familie von New York in eine luxuriöse Seniorenresidenz in der Provinz zu verlegen. Die zweifache Mutter und perfekte Hausfrau fügt sich, so wie sie das offensichtlich seit Jahrzehnten tut. Aber kaum in diesem pastellfarbenen Alptraum angekommen, schleichen sich mehr und mehr Irritationen in das ruhige Leben des Paares. Die nächtlichen Verwüstungen in der durch Alarmanlagen gesicherten Küche erweisen sich nach Installation einer Überwachungskamera als Ergebnis von Pippas bislang unbekannten schlafwandlerischen Aktivitäten. Die Versuche, sich mit der Gemeinschaft älterer Damen anzufreunden, enden ebenso katastrophal wie Gespräche mit dem Gatten. Und so verliert sie sich tagträumend in Erinnerungen: an ihre Kindheit mit einer tablettensüchtigen Mutter, an die Begegnung mit ihre lesbischen Tante, an eine wilde Zeit mit Drogen und viel zu viel bedeutungslosem Sex, an die erste Begegnung mit Herb… 

THE PRIVATE LIVES OF PIPPA LEE | USA 2009 | R+B: Rebecca Miller nach ihrer eigenen Buchvorlage | K: Declan Quinn | D: Robin Wright Penn (Pippa Lee), Blake Lively (Pippa Lee, jung), Alan Arkin (Herb Lee),Keanu Reeves (Chris Nadeau)
Film-Café am 9. September
gemütlicher Tref im Café LUX mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr
Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 | ermäßigt € 8,50


    21.00
Zuckerbaby
86 Minuten | FSK frei ab 12
Film Plus mit Schauspielerin Marianne Sägebrecht (s.u.) | im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Ausklänge 2010" in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt Esslingen

Wir finden, dass die Rolle der namenlosen Angestellten eines Münchner Bestattungsinstituts eine der bisher schönsten Rollen für Marianne Sägebrecht war. In dieser ungewöhnlichen, mit viel Feingefühl inszenierten Liebesgeschichte, kann sie ihre Warmherzigkeit, ihren Mutterwitz, ihre Bodenständigkeit und vor allem ihre hinreißende Erotik voll ausspielen.

Seit Jahren arbeitet sie in einem Münchner Bestattungsunternehmen. Ihren monotonen, einsamen Alltag zwischen Arbeit, Essen, abendlichem Fernsehkonsum, Schlafen und ihren Runden im Schwimmbad bewältigt sie mit stoischer Ruhe. Doch eines Tages trifft sie auf dem Weg zur Arbeit die Stimme des U-Bahn-Fahrers wie ein Blitz. Mit ungeahnter Energie und unerbittlicher Hartnäckigkeit umschifft sie alle Schwierigkeiten im Labyrinth der Behörden-Bürokratie, bis sie seinen Namen und einiges mehr über ihn in Erfahrung gebracht hat. Sie bereitet sich akribisch auf das erste Treffen vor und stellt ihn schließlich am Süßigkeitenautomat. Und er kann der geballten Gefühlswärme dieser faszinierend intensiven dicken Frau nicht widerstehen, bis die blonde Ehefrau ihre Rechte geltend macht.

Deutschland 1984 | R+B: Percy Adlon | K: Johanna Heer | D: Marianne Sägebrecht (sie), Eisi Gulp (Huber, Fahrer 133), Manuela Denz (Hubers Frau), Toni Berger (U-Bahn-Fahrer)

Film Plus am 15. September um 21 Uhr:
Eine sehr große Ehre und Freude für uns, dass Schauspielerin Marianne Sägebrecht am 15. September im Anschluss an die Vorführung unser Gast im Kommunalen Kino Esslingen sein wird.
Do 16 19.00
Women Without Men
100 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Dieses bemerkenswerte Debüt ist unser Filmtipp

Dieser wunderschöne, bildgewaltige Film basiert auf einem im Iran verbotenen Roman von Shahrnush Parsipur und erzählt auf eindringliche Weise von vier Frauen, die in einer patriarchalen Welt Unabhängigkeit und Freiheit suchen. In poetisch-phantastischen Bildern malt die international renommierte Fotografin in ihrem Filmerstling ein atmosphärisch dichtes Tableau der Zeit um 1953, als der polpuläre Premierminister Mossadegh gestürzt und eine vom Schah Rheza Pahlavi favorisierte Regierung eingesetzt wurde. Äußerst eindrücklich sind die kunstvolle Bildkomposition und die intensive Gestaltungskraft der charismatischen Schauspielerinnen.

Während wütende Demonstranten durch Teheran ziehen, finden vier sehr unterschiedliche Frauen Zuflucht in einem mystischen Garten, den die ehemalige Sängerin Fakhri gekauft hat, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Hier erleben Munis, die Gefangene ihres religiös-konservativen Bruders, ihre Freundin Faezeh, Opfer einer Vergewaltigung, und die Prostituierte Zarin Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Doch der paradiesische Zustand währt nicht lange… Neshats Film, den sie in Marokko drehen musste, wird wohl im Iran keine Aufführerlaubnis erhalten – wegen der Vorlage, aber vielmehr noch, weil der Film zwar historische Ereignisse darstellt, durch die verfremdende Stilisierung indes eine viel allgemeinere Botschaft vermittelt: den Wunsch nach (weiblicher) Befreiung.

Zanan bedoone mardan | Deutschland, Österreich 2009 | R+B: Shirin Neshat & Shoja Azari nach einem Roman von Shahrnush Parsipur | K: Martin Gschlacht | D: Pegah Ferydoni (Faezeh), Arita Shahrzad (Fakhri), Shabnam Tolouei (Munis),Orsolya Tóth (Zarin)


    21.15
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


Fr 17 17.00
Women Without Men
100 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Dieses bemerkenswerte Debüt ist unser Filmtipp

Dieser wunderschöne, bildgewaltige Film basiert auf einem im Iran verbotenen Roman von Shahrnush Parsipur und erzählt auf eindringliche Weise von vier Frauen, die in einer patriarchalen Welt Unabhängigkeit und Freiheit suchen. In poetisch-phantastischen Bildern malt die international renommierte Fotografin in ihrem Filmerstling ein atmosphärisch dichtes Tableau der Zeit um 1953, als der polpuläre Premierminister Mossadegh gestürzt und eine vom Schah Rheza Pahlavi favorisierte Regierung eingesetzt wurde. Äußerst eindrücklich sind die kunstvolle Bildkomposition und die intensive Gestaltungskraft der charismatischen Schauspielerinnen.

Während wütende Demonstranten durch Teheran ziehen, finden vier sehr unterschiedliche Frauen Zuflucht in einem mystischen Garten, den die ehemalige Sängerin Fakhri gekauft hat, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Hier erleben Munis, die Gefangene ihres religiös-konservativen Bruders, ihre Freundin Faezeh, Opfer einer Vergewaltigung, und die Prostituierte Zarin Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Doch der paradiesische Zustand währt nicht lange… Neshats Film, den sie in Marokko drehen musste, wird wohl im Iran keine Aufführerlaubnis erhalten – wegen der Vorlage, aber vielmehr noch, weil der Film zwar historische Ereignisse darstellt, durch die verfremdende Stilisierung indes eine viel allgemeinere Botschaft vermittelt: den Wunsch nach (weiblicher) Befreiung.

Zanan bedoone mardan | Deutschland, Österreich 2009 | R+B: Shirin Neshat & Shoja Azari nach einem Roman von Shahrnush Parsipur | K: Martin Gschlacht | D: Pegah Ferydoni (Faezeh), Arita Shahrzad (Fakhri), Shabnam Tolouei (Munis),Orsolya Tóth (Zarin)


    19.00
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


    21.15
Mr. Nobody
139 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Ein fantastischer, überwältigender bildstarker Film, raffiniert erzählt, verspielt, anregend, großartig ausgestattet, brillant gespielt, berührend und unterhaltend... Ein sensationeller Film, der vor Ideen nur so strotzt und einen fast ein bisschen schwindelig macht!

Im Jahre 2092 lebt Nemo Nobody als 119-Jähriger. Er ist der letzte Sterbliche unter lauter Unsterblichen. Wissenschaftler beobachten ihn rund um die Uhr und ein Journalist schleicht sich in sein Zimmer, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Nobody lässt sich drauf ein, aber bald stellt sich herauf, dass er ein äußerst unzuverlässiger Erzähler ist. Und so zeigt der Film statt einer linearen Biografie alle möglichen Leben Nobodys, mit allen Abzweigungen und einschneidenden Entscheidungen. Zum Beispiel die Trennung seiner Eltern: Er steht mit ihnen am Bahnsteig, die Mutter steigt in den Zug, der Vater bleibt zurück. Beide wollen, dass er bei ihnen bleibt. Wie kann sich das Kind um alles in der Welt zwischen Vater und Mutter entscheiden? Eben, gar nicht. Also steigt es in den Zug und bleibt zurück. Der Film zeigt beides. Genauso wie er auch zeigt, wie Nobodys Leben an der Seite von drei verschiedenen Frauen ausgesehen hätte: mit Anna, seiner großen Liebe und Stiefschwester, der unglücklichen Elise und der perfekten Jean, die ihn mehr liebt als er sie. All diese Geschichten stehen gleichberechtigt nebeneinander als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden.

Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada 2009 | R+B: Jaco van Dormael | K: Christophe Beaucarne | Jared Leto (Nemo Nobody), Sarah Polley (Elise), Toby Regbo (Nemo als Jugendlicher),Diane Kruger (Anna)


Sa 18 17.00
Women Without Men
100 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Dieses bemerkenswerte Debüt ist unser Filmtipp

Dieser wunderschöne, bildgewaltige Film basiert auf einem im Iran verbotenen Roman von Shahrnush Parsipur und erzählt auf eindringliche Weise von vier Frauen, die in einer patriarchalen Welt Unabhängigkeit und Freiheit suchen. In poetisch-phantastischen Bildern malt die international renommierte Fotografin in ihrem Filmerstling ein atmosphärisch dichtes Tableau der Zeit um 1953, als der polpuläre Premierminister Mossadegh gestürzt und eine vom Schah Rheza Pahlavi favorisierte Regierung eingesetzt wurde. Äußerst eindrücklich sind die kunstvolle Bildkomposition und die intensive Gestaltungskraft der charismatischen Schauspielerinnen.

Während wütende Demonstranten durch Teheran ziehen, finden vier sehr unterschiedliche Frauen Zuflucht in einem mystischen Garten, den die ehemalige Sängerin Fakhri gekauft hat, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Hier erleben Munis, die Gefangene ihres religiös-konservativen Bruders, ihre Freundin Faezeh, Opfer einer Vergewaltigung, und die Prostituierte Zarin Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Doch der paradiesische Zustand währt nicht lange… Neshats Film, den sie in Marokko drehen musste, wird wohl im Iran keine Aufführerlaubnis erhalten – wegen der Vorlage, aber vielmehr noch, weil der Film zwar historische Ereignisse darstellt, durch die verfremdende Stilisierung indes eine viel allgemeinere Botschaft vermittelt: den Wunsch nach (weiblicher) Befreiung.

Zanan bedoone mardan | Deutschland, Österreich 2009 | R+B: Shirin Neshat & Shoja Azari nach einem Roman von Shahrnush Parsipur | K: Martin Gschlacht | D: Pegah Ferydoni (Faezeh), Arita Shahrzad (Fakhri), Shabnam Tolouei (Munis),Orsolya Tóth (Zarin)


    19.00
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


    21.15
Mr. Nobody
139 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Ein fantastischer, überwältigender bildstarker Film, raffiniert erzählt, verspielt, anregend, großartig ausgestattet, brillant gespielt, berührend und unterhaltend... Ein sensationeller Film, der vor Ideen nur so strotzt und einen fast ein bisschen schwindelig macht!

Im Jahre 2092 lebt Nemo Nobody als 119-Jähriger. Er ist der letzte Sterbliche unter lauter Unsterblichen. Wissenschaftler beobachten ihn rund um die Uhr und ein Journalist schleicht sich in sein Zimmer, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Nobody lässt sich drauf ein, aber bald stellt sich herauf, dass er ein äußerst unzuverlässiger Erzähler ist. Und so zeigt der Film statt einer linearen Biografie alle möglichen Leben Nobodys, mit allen Abzweigungen und einschneidenden Entscheidungen. Zum Beispiel die Trennung seiner Eltern: Er steht mit ihnen am Bahnsteig, die Mutter steigt in den Zug, der Vater bleibt zurück. Beide wollen, dass er bei ihnen bleibt. Wie kann sich das Kind um alles in der Welt zwischen Vater und Mutter entscheiden? Eben, gar nicht. Also steigt es in den Zug und bleibt zurück. Der Film zeigt beides. Genauso wie er auch zeigt, wie Nobodys Leben an der Seite von drei verschiedenen Frauen ausgesehen hätte: mit Anna, seiner großen Liebe und Stiefschwester, der unglücklichen Elise und der perfekten Jean, die ihn mehr liebt als er sie. All diese Geschichten stehen gleichberechtigt nebeneinander als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden.

Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada 2009 | R+B: Jaco van Dormael | K: Christophe Beaucarne | Jared Leto (Nemo Nobody), Sarah Polley (Elise), Toby Regbo (Nemo als Jugendlicher),Diane Kruger (Anna)


So 19 17.00
Mr. Nobody
139 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Ein fantastischer, überwältigender bildstarker Film, raffiniert erzählt, verspielt, anregend, großartig ausgestattet, brillant gespielt, berührend und unterhaltend... Ein sensationeller Film, der vor Ideen nur so strotzt und einen fast ein bisschen schwindelig macht!

Im Jahre 2092 lebt Nemo Nobody als 119-Jähriger. Er ist der letzte Sterbliche unter lauter Unsterblichen. Wissenschaftler beobachten ihn rund um die Uhr und ein Journalist schleicht sich in sein Zimmer, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Nobody lässt sich drauf ein, aber bald stellt sich herauf, dass er ein äußerst unzuverlässiger Erzähler ist. Und so zeigt der Film statt einer linearen Biografie alle möglichen Leben Nobodys, mit allen Abzweigungen und einschneidenden Entscheidungen. Zum Beispiel die Trennung seiner Eltern: Er steht mit ihnen am Bahnsteig, die Mutter steigt in den Zug, der Vater bleibt zurück. Beide wollen, dass er bei ihnen bleibt. Wie kann sich das Kind um alles in der Welt zwischen Vater und Mutter entscheiden? Eben, gar nicht. Also steigt es in den Zug und bleibt zurück. Der Film zeigt beides. Genauso wie er auch zeigt, wie Nobodys Leben an der Seite von drei verschiedenen Frauen ausgesehen hätte: mit Anna, seiner großen Liebe und Stiefschwester, der unglücklichen Elise und der perfekten Jean, die ihn mehr liebt als er sie. All diese Geschichten stehen gleichberechtigt nebeneinander als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden.

Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada 2009 | R+B: Jaco van Dormael | K: Christophe Beaucarne | Jared Leto (Nemo Nobody), Sarah Polley (Elise), Toby Regbo (Nemo als Jugendlicher),Diane Kruger (Anna)


    19.30
Women Without Men
100 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Dieses bemerkenswerte Debüt ist unser Filmtipp

Dieser wunderschöne, bildgewaltige Film basiert auf einem im Iran verbotenen Roman von Shahrnush Parsipur und erzählt auf eindringliche Weise von vier Frauen, die in einer patriarchalen Welt Unabhängigkeit und Freiheit suchen. In poetisch-phantastischen Bildern malt die international renommierte Fotografin in ihrem Filmerstling ein atmosphärisch dichtes Tableau der Zeit um 1953, als der polpuläre Premierminister Mossadegh gestürzt und eine vom Schah Rheza Pahlavi favorisierte Regierung eingesetzt wurde. Äußerst eindrücklich sind die kunstvolle Bildkomposition und die intensive Gestaltungskraft der charismatischen Schauspielerinnen.

Während wütende Demonstranten durch Teheran ziehen, finden vier sehr unterschiedliche Frauen Zuflucht in einem mystischen Garten, den die ehemalige Sängerin Fakhri gekauft hat, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Hier erleben Munis, die Gefangene ihres religiös-konservativen Bruders, ihre Freundin Faezeh, Opfer einer Vergewaltigung, und die Prostituierte Zarin Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Doch der paradiesische Zustand währt nicht lange… Neshats Film, den sie in Marokko drehen musste, wird wohl im Iran keine Aufführerlaubnis erhalten – wegen der Vorlage, aber vielmehr noch, weil der Film zwar historische Ereignisse darstellt, durch die verfremdende Stilisierung indes eine viel allgemeinere Botschaft vermittelt: den Wunsch nach (weiblicher) Befreiung.

Zanan bedoone mardan | Deutschland, Österreich 2009 | R+B: Shirin Neshat & Shoja Azari nach einem Roman von Shahrnush Parsipur | K: Martin Gschlacht | D: Pegah Ferydoni (Faezeh), Arita Shahrzad (Fakhri), Shabnam Tolouei (Munis),Orsolya Tóth (Zarin)


    21.30
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


Mo 20 18.00
Mr. Nobody
139 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Ein fantastischer, überwältigender bildstarker Film, raffiniert erzählt, verspielt, anregend, großartig ausgestattet, brillant gespielt, berührend und unterhaltend... Ein sensationeller Film, der vor Ideen nur so strotzt und einen fast ein bisschen schwindelig macht!

Im Jahre 2092 lebt Nemo Nobody als 119-Jähriger. Er ist der letzte Sterbliche unter lauter Unsterblichen. Wissenschaftler beobachten ihn rund um die Uhr und ein Journalist schleicht sich in sein Zimmer, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Nobody lässt sich drauf ein, aber bald stellt sich herauf, dass er ein äußerst unzuverlässiger Erzähler ist. Und so zeigt der Film statt einer linearen Biografie alle möglichen Leben Nobodys, mit allen Abzweigungen und einschneidenden Entscheidungen. Zum Beispiel die Trennung seiner Eltern: Er steht mit ihnen am Bahnsteig, die Mutter steigt in den Zug, der Vater bleibt zurück. Beide wollen, dass er bei ihnen bleibt. Wie kann sich das Kind um alles in der Welt zwischen Vater und Mutter entscheiden? Eben, gar nicht. Also steigt es in den Zug und bleibt zurück. Der Film zeigt beides. Genauso wie er auch zeigt, wie Nobodys Leben an der Seite von drei verschiedenen Frauen ausgesehen hätte: mit Anna, seiner großen Liebe und Stiefschwester, der unglücklichen Elise und der perfekten Jean, die ihn mehr liebt als er sie. All diese Geschichten stehen gleichberechtigt nebeneinander als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden.

Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada 2009 | R+B: Jaco van Dormael | K: Christophe Beaucarne | Jared Leto (Nemo Nobody), Sarah Polley (Elise), Toby Regbo (Nemo als Jugendlicher),Diane Kruger (Anna)


    20.45
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


Di 21 19.00
Women Without Men
100 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Dieses bemerkenswerte Debüt ist unser Filmtipp

Dieser wunderschöne, bildgewaltige Film basiert auf einem im Iran verbotenen Roman von Shahrnush Parsipur und erzählt auf eindringliche Weise von vier Frauen, die in einer patriarchalen Welt Unabhängigkeit und Freiheit suchen. In poetisch-phantastischen Bildern malt die international renommierte Fotografin in ihrem Filmerstling ein atmosphärisch dichtes Tableau der Zeit um 1953, als der polpuläre Premierminister Mossadegh gestürzt und eine vom Schah Rheza Pahlavi favorisierte Regierung eingesetzt wurde. Äußerst eindrücklich sind die kunstvolle Bildkomposition und die intensive Gestaltungskraft der charismatischen Schauspielerinnen.

Während wütende Demonstranten durch Teheran ziehen, finden vier sehr unterschiedliche Frauen Zuflucht in einem mystischen Garten, den die ehemalige Sängerin Fakhri gekauft hat, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Hier erleben Munis, die Gefangene ihres religiös-konservativen Bruders, ihre Freundin Faezeh, Opfer einer Vergewaltigung, und die Prostituierte Zarin Schutz vor Gewalt und Unterdrückung. Doch der paradiesische Zustand währt nicht lange… Neshats Film, den sie in Marokko drehen musste, wird wohl im Iran keine Aufführerlaubnis erhalten – wegen der Vorlage, aber vielmehr noch, weil der Film zwar historische Ereignisse darstellt, durch die verfremdende Stilisierung indes eine viel allgemeinere Botschaft vermittelt: den Wunsch nach (weiblicher) Befreiung.

Zanan bedoone mardan | Deutschland, Österreich 2009 | R+B: Shirin Neshat & Shoja Azari nach einem Roman von Shahrnush Parsipur | K: Martin Gschlacht | D: Pegah Ferydoni (Faezeh), Arita Shahrzad (Fakhri), Shabnam Tolouei (Munis),Orsolya Tóth (Zarin)


    21.15
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


Mi 22 19.00
Me Too - Wer will schon normal sein?
103 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Esslingen e. V.


Großes, mitreißendes Gefühlskino – bewegend, vollkommen kitschfrei, ehrlich und von ansteckender Fröhlichkeit! Die Geschichte basiert lose auf dem Leben von Hauptdarsteller Pablo Pineda, der als erster Europäer überhaupt einen Hochschulabschluss erworben hat, obwohl er am Down Syndrom leidet. Trotzdem ist dieser Film durch und durch Spielfilm, großartig fotografiert und mit einem tollen Soundtrack versehen! Und fantastisch gespielt: Almódovar-Muße Lola Dueñas ist wie immer großartig und Pablo Pineda besticht duch Charme, Witz und Schlagfertigkeit.

Wir fragen uns, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten hat, diesem außergewöhnlichen Film einen solch unpassenden deutschen Untertitel zu verpassen? Denn seine Hauptfigur wäre nichts lieber als „normal“. Der 34-Jährige Sonderpädagoge Daniel, der an Trisomie 21 leidet, tritt seinen ersten Job in einer Madrider Sozialbehörde an. Aufzufallen, ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, ist alles andere als schön und wird für den jungen Mann zur Tortur, da das Auffallen wider Willen seinen gesamten Alltag bestimmt. Die Einzige unter seinen neuen Kollegen, die ihm völlig unverkrampft begegnet, ist Laura. Daniel verliebt sich in sie und der Film erzählt glaubwürdig und anrührend, wie aus beiden Freunde und schließlich ein Liebespaar wird – trotz aller Zweifel und Unsicherheiten, vor allem auf Seiten Lauras...

Yo también | Spanien 2009 | R+B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor | K: Alfonso Postigo | D: Lola Dueñas (Laura), Pablo Pineda (Daniel), Antonio Naharro (Santi), Isabel Lorca (Maria Ángeles)


    21.15
Mr. Nobody
139 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

Ein fantastischer, überwältigender bildstarker Film, raffiniert erzählt, verspielt, anregend, großartig ausgestattet, brillant gespielt, berührend und unterhaltend... Ein sensationeller Film, der vor Ideen nur so strotzt und einen fast ein bisschen schwindelig macht!

Im Jahre 2092 lebt Nemo Nobody als 119-Jähriger. Er ist der letzte Sterbliche unter lauter Unsterblichen. Wissenschaftler beobachten ihn rund um die Uhr und ein Journalist schleicht sich in sein Zimmer, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Nobody lässt sich drauf ein, aber bald stellt sich herauf, dass er ein äußerst unzuverlässiger Erzähler ist. Und so zeigt der Film statt einer linearen Biografie alle möglichen Leben Nobodys, mit allen Abzweigungen und einschneidenden Entscheidungen. Zum Beispiel die Trennung seiner Eltern: Er steht mit ihnen am Bahnsteig, die Mutter steigt in den Zug, der Vater bleibt zurück. Beide wollen, dass er bei ihnen bleibt. Wie kann sich das Kind um alles in der Welt zwischen Vater und Mutter entscheiden? Eben, gar nicht. Also steigt es in den Zug und bleibt zurück. Der Film zeigt beides. Genauso wie er auch zeigt, wie Nobodys Leben an der Seite von drei verschiedenen Frauen ausgesehen hätte: mit Anna, seiner großen Liebe und Stiefschwester, der unglücklichen Elise und der perfekten Jean, die ihn mehr liebt als er sie. All diese Geschichten stehen gleichberechtigt nebeneinander als Möglichkeiten eines Lebens, die es alle verdient hätten, gelebt zu werden.

Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada 2009 | R+B: Jaco van Dormael | K: Christophe Beaucarne | Jared Leto (Nemo Nobody), Sarah Polley (Elise), Toby Regbo (Nemo als Jugendlicher),Diane Kruger (Anna)


Do 23 16.30
Antonias Welt
93 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Film-Café am 23. September | Wunschfilm

ANTONIAS WELT gehört zu den Filmereignissen, die den Zuschauer glücklich in die Wirklichkeit entlassen. Eine kraftvolle Hommage an das Leben und die Liebe, voller Poesie, Gefühl und Sinnlichkeit, bei der die Grenzen zwischen Phantasie und Realität verschwimmen.

Antonia, eine gestandene und resolute Mittvierzigerin, kehrt nach der Befreiung 1945 in ihr holländisches Heimatdorf zurück, um ihre Mutter zu beerdigen und zusammen mit ihrer Tochter Danielle den elterlichen Bauernhof zu bewirtschaften. Bald entwickelt sich Antonias Anwesen zu einer Anlaufstelle für Außenseiter. Als sich Danielle ein Kind wünscht, sich aber nicht an einen Ehemann binden will, findet sie tatkräftige Unterstützung bei ihrer Mutter. Sie besorgt der Tochter einen Mann, der es nur auf einen „One-Night-Stand“ abgesehen hat. Die Trennung von Sexualität (zwecks Fortpflanzung) und Liebe (zu einem Jugendfreund) findet sich auch bei Danielles Tochter Therese: Mit Sarah wächst die vierte vaterlose Generation auf Antonias Hof auf, der deshalb aber keineswegs männerlos ist. Fast 90-jährig spürt Antonia, dass es mit ihr langsam zu Ende geht. Stolz blickt sie auf ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zurück...

Antonia's Line | Belgien, Großbritannien, Niederlande 1995 | R+B: Marleen Gorris | K: Willy Stassen | D: Willeke van Ammelrooy (Antonia), Els Dottermans (Danielle), Dora van der Groen (Allegonde), Veerle van Overloop (Thérèse)

Film-Café am 23.September
gemütlicher Treff im Café LUX ab 15 Uhr mit Filmvorstellung um 16.30 Uhr | Preis für eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen & Filmeintritt: € 10,00 - ermäßigt € 8,50
    19.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


    21.15
Micmacs - Uns gehört Paris
104 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

MICMACS - UNS GEHÖRT PARIS! ist ein typischer Jeunet-Film (DELICATESSEN, DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE), ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen, herrlich überdreht, originell und fantasievoll und überdies mit Dany Boon, dem Postboten aus WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS spannend besetzt. Der Besuch eines solchen Films macht einfach Spaß!

Im Mittelpunkt steht Bazil, dem das Schicksal übel mitspielte. In seinen Kindertagen zerfetzte eine Landmine in Nordafrika seinen Vater, die Mutter wurde darüber wahnsinnig und Bazil kam in ein Waisenhaus. 30 Jahre später hat er sich als Videothekar vor der Realität verkrochen. Ein nächtlicher Schusswechsel wird ihn vor die Tür seines Ladens locken, wo ihn ein Blindgänger zwischen den Augen erwischt. Leben mit einer Kugel im Kopf? Immer noch besser als Totalverblödung nach einer Operation. Bazils bisheriges Leben ist dennoch verloren. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld! Die Verursacher seiner Schicksalsschläge sollen nun bluten. Schnell sind sie ausgemacht: die Hersteller der Kugel und der Landmine. Und schnell sind auch tatkräftige Unterstützer gefunden, die ihm zudem Unterschlupf gewähren: die Micmacs, ein Völkchen wunderlicher Außenseiter, die auf einem Schrottplatz hausen und sich der Konstruktion seltsamer Maschinen widmen. Jeder Micmac hat ein besonderes Talent, das sich im Kampf gegen die mächtigen Waffenhersteller bald als äußerst nützlich erweisen wird...

Micmacs à tire-larigot | Frankreich 2009 | R: Jean-Pierre Jeunet | B: Guillaume Laurant & Jean-Pierre Jeunet | K: Tetsuo Nagata | D: Dany Boon (Bazil), Julie Ferrier (Mademoiselle Kautschuk), André Dussollier (Nicolas Thibault de Fenouillet), Nicolas Marié (François Marconi)


Fr 24 17.00
Voodoo - Die Kraft des Heilens
70 Minuten | FSK frei ab 12 | mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dank seiner fundierten Kenntnisse der Religion und seiner guten Kontakte ist Christophs Film eine außergewöhnliche Reise zu den Wurzeln des Voodoo, in der er mit der Kamera Rituale dokumentieren konnte, die zum Teil noch nie zuvor auf Filmmaterial gebannt werden konnten. Seine sehenswerte Dokumentation räumt auf mit den gängigen Klischees und Vorurteilen und bietet eine verständliche und überaus kompetente Annäherung an die Ursprünge und Hintergründe dieses Kultes, der auch ohne Spuk und Hokuspokus fasziniert – gerade weil eben nicht alles rational erklärt werden kann.

Vodun, Voudou, Wodu oder eben Voodoo – der Kult, der in Haiti und in Teilen Afrikas beheimatet ist, hat viele Namen und Gesichter. Und doch kennt man in der westlichen Welt vor allem die Zombies, die längst zum Bestandteil des Horror-Ikonographien geworden sind, und wohlige Gruselschauer über den Rücken jagende Phänomene wie ekstatische Tänze, das Malträtieren von Puppen mit Nadeln und die Verehrung des Zustandes der Besessenheit als höchste Form der Erleuchtung. Durch unzählige Filme glauben wir vieles über die unheimliche Religion zu wissen – und kennen doch allenfalls Zerrbilder. In seinem Film Voodoo – Die Kraft des Heilens widmet sich der Ethnograph und Fotojournalist Henning Christoph (u. a. National Geographic und Geo) den Hintergründen des Kults und reist zu diesem Zweck nach Benin, wo die Ursprünge des Voodoo vermutet werden.

Deutschland 2009 | R+B: Henning Christoph | K: Othmar Schmiderer

    19.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


    21.15
Die Commitments
117 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung
Film & Disco in Zusammenarbeit mit dem LUX (s.u.)

Alan Parker inszenierte Roddy Doyles Vorlage als ausgewogene, mitreißende Mischung aus Tragikomödie und Musikfilm. Die Darsteller wählte er aus 3.000 Bewerbern aus; es handelt sich bei ihnen um irische Musiker/innen, von denen zuvor noch keiner vor der Kamera gestanden hatte. Das macht den Film so authentisch und unprätentiös. Man spürt die Begeisterung der Laiendarsteller und hört ihre unverfälschte Musik. Der großartige Soundtrack wurde weltweit zum Bestseller!

Jimmy Rabbitte lebt mit seinen Eltern und seinen vier Geschwistern in einem Arbeiterviertel von Dublin, ist seit zwei Jahren arbeitslos und sieht auch keine Chance, eine Stelle zu bekommen. Stattdessen nimmt er sich vor, eine Soul-Formation zu gründen – sehr zum Ärger seines Vaters, der jede Form von Musik, die nicht von Elvis Presley stammt, für Gotteslästerung hält. Mühsam sucht er, der selbst weder singen kann noch ein Instrument beherrscht, dafür aber über jede Menge organisatorisches Talent und einen wirklich guten „Riecher“ verfügt, die Musiker zusammen und übernimmt das Management der chaotischen Formation. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Streitereien wird die Band immer besser und gilt bald als Sensation in Dublin. Der Weg zu einer – zumindest nationalen Karriere – scheint geebnet...

USA, Irland 1991 | R: Alan Parker | B: Dick Clement, Ian La Frenais & Roddy Doyle nach dem Roman von Roddy Doyle | K: Gale Tattersall | D: Robert Arkins (Jimmy Rabbitte), Michael Aherne (Steven Clifford), Angeline Ball (Imelda Quirke), Maria Doyle Kennedy (Natalie Murphy)

Film & Disco am 24. September
Perfekte Einstimmung auf die Disco im LUX mit DJ Amar |  Inhaber/innen von Karten für DIE COMMITMENTS haben freien Eintritt in die Disco mit DJ  | alle anderen bezahlen € 6,00
Sa 25 17.00
Voodoo - Die Kraft des Heilens
70 Minuten | FSK frei ab 12 | mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dank seiner fundierten Kenntnisse der Religion und seiner guten Kontakte ist Christophs Film eine außergewöhnliche Reise zu den Wurzeln des Voodoo, in der er mit der Kamera Rituale dokumentieren konnte, die zum Teil noch nie zuvor auf Filmmaterial gebannt werden konnten. Seine sehenswerte Dokumentation räumt auf mit den gängigen Klischees und Vorurteilen und bietet eine verständliche und überaus kompetente Annäherung an die Ursprünge und Hintergründe dieses Kultes, der auch ohne Spuk und Hokuspokus fasziniert – gerade weil eben nicht alles rational erklärt werden kann.

Vodun, Voudou, Wodu oder eben Voodoo – der Kult, der in Haiti und in Teilen Afrikas beheimatet ist, hat viele Namen und Gesichter. Und doch kennt man in der westlichen Welt vor allem die Zombies, die längst zum Bestandteil des Horror-Ikonographien geworden sind, und wohlige Gruselschauer über den Rücken jagende Phänomene wie ekstatische Tänze, das Malträtieren von Puppen mit Nadeln und die Verehrung des Zustandes der Besessenheit als höchste Form der Erleuchtung. Durch unzählige Filme glauben wir vieles über die unheimliche Religion zu wissen – und kennen doch allenfalls Zerrbilder. In seinem Film Voodoo – Die Kraft des Heilens widmet sich der Ethnograph und Fotojournalist Henning Christoph (u. a. National Geographic und Geo) den Hintergründen des Kults und reist zu diesem Zweck nach Benin, wo die Ursprünge des Voodoo vermutet werden.

Deutschland 2009 | R+B: Henning Christoph | K: Othmar Schmiderer

    19.00
Micmacs - Uns gehört Paris
104 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

MICMACS - UNS GEHÖRT PARIS! ist ein typischer Jeunet-Film (DELICATESSEN, DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE), ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen, herrlich überdreht, originell und fantasievoll und überdies mit Dany Boon, dem Postboten aus WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS spannend besetzt. Der Besuch eines solchen Films macht einfach Spaß!

Im Mittelpunkt steht Bazil, dem das Schicksal übel mitspielte. In seinen Kindertagen zerfetzte eine Landmine in Nordafrika seinen Vater, die Mutter wurde darüber wahnsinnig und Bazil kam in ein Waisenhaus. 30 Jahre später hat er sich als Videothekar vor der Realität verkrochen. Ein nächtlicher Schusswechsel wird ihn vor die Tür seines Ladens locken, wo ihn ein Blindgänger zwischen den Augen erwischt. Leben mit einer Kugel im Kopf? Immer noch besser als Totalverblödung nach einer Operation. Bazils bisheriges Leben ist dennoch verloren. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld! Die Verursacher seiner Schicksalsschläge sollen nun bluten. Schnell sind sie ausgemacht: die Hersteller der Kugel und der Landmine. Und schnell sind auch tatkräftige Unterstützer gefunden, die ihm zudem Unterschlupf gewähren: die Micmacs, ein Völkchen wunderlicher Außenseiter, die auf einem Schrottplatz hausen und sich der Konstruktion seltsamer Maschinen widmen. Jeder Micmac hat ein besonderes Talent, das sich im Kampf gegen die mächtigen Waffenhersteller bald als äußerst nützlich erweisen wird...

Micmacs à tire-larigot | Frankreich 2009 | R: Jean-Pierre Jeunet | B: Guillaume Laurant & Jean-Pierre Jeunet | K: Tetsuo Nagata | D: Dany Boon (Bazil), Julie Ferrier (Mademoiselle Kautschuk), André Dussollier (Nicolas Thibault de Fenouillet), Nicolas Marié (François Marconi)


    21.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


So 26 17.00
Voodoo - Die Kraft des Heilens
70 Minuten | FSK frei ab 12 | mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dank seiner fundierten Kenntnisse der Religion und seiner guten Kontakte ist Christophs Film eine außergewöhnliche Reise zu den Wurzeln des Voodoo, in der er mit der Kamera Rituale dokumentieren konnte, die zum Teil noch nie zuvor auf Filmmaterial gebannt werden konnten. Seine sehenswerte Dokumentation räumt auf mit den gängigen Klischees und Vorurteilen und bietet eine verständliche und überaus kompetente Annäherung an die Ursprünge und Hintergründe dieses Kultes, der auch ohne Spuk und Hokuspokus fasziniert – gerade weil eben nicht alles rational erklärt werden kann.

Vodun, Voudou, Wodu oder eben Voodoo – der Kult, der in Haiti und in Teilen Afrikas beheimatet ist, hat viele Namen und Gesichter. Und doch kennt man in der westlichen Welt vor allem die Zombies, die längst zum Bestandteil des Horror-Ikonographien geworden sind, und wohlige Gruselschauer über den Rücken jagende Phänomene wie ekstatische Tänze, das Malträtieren von Puppen mit Nadeln und die Verehrung des Zustandes der Besessenheit als höchste Form der Erleuchtung. Durch unzählige Filme glauben wir vieles über die unheimliche Religion zu wissen – und kennen doch allenfalls Zerrbilder. In seinem Film Voodoo – Die Kraft des Heilens widmet sich der Ethnograph und Fotojournalist Henning Christoph (u. a. National Geographic und Geo) den Hintergründen des Kults und reist zu diesem Zweck nach Benin, wo die Ursprünge des Voodoo vermutet werden.

Deutschland 2009 | R+B: Henning Christoph | K: Othmar Schmiderer

    19.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


    21.15
Micmacs - Uns gehört Paris
104 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

MICMACS - UNS GEHÖRT PARIS! ist ein typischer Jeunet-Film (DELICATESSEN, DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE), ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen, herrlich überdreht, originell und fantasievoll und überdies mit Dany Boon, dem Postboten aus WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS spannend besetzt. Der Besuch eines solchen Films macht einfach Spaß!

Im Mittelpunkt steht Bazil, dem das Schicksal übel mitspielte. In seinen Kindertagen zerfetzte eine Landmine in Nordafrika seinen Vater, die Mutter wurde darüber wahnsinnig und Bazil kam in ein Waisenhaus. 30 Jahre später hat er sich als Videothekar vor der Realität verkrochen. Ein nächtlicher Schusswechsel wird ihn vor die Tür seines Ladens locken, wo ihn ein Blindgänger zwischen den Augen erwischt. Leben mit einer Kugel im Kopf? Immer noch besser als Totalverblödung nach einer Operation. Bazils bisheriges Leben ist dennoch verloren. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld! Die Verursacher seiner Schicksalsschläge sollen nun bluten. Schnell sind sie ausgemacht: die Hersteller der Kugel und der Landmine. Und schnell sind auch tatkräftige Unterstützer gefunden, die ihm zudem Unterschlupf gewähren: die Micmacs, ein Völkchen wunderlicher Außenseiter, die auf einem Schrottplatz hausen und sich der Konstruktion seltsamer Maschinen widmen. Jeder Micmac hat ein besonderes Talent, das sich im Kampf gegen die mächtigen Waffenhersteller bald als äußerst nützlich erweisen wird...

Micmacs à tire-larigot | Frankreich 2009 | R: Jean-Pierre Jeunet | B: Guillaume Laurant & Jean-Pierre Jeunet | K: Tetsuo Nagata | D: Dany Boon (Bazil), Julie Ferrier (Mademoiselle Kautschuk), André Dussollier (Nicolas Thibault de Fenouillet), Nicolas Marié (François Marconi)


Mo 27 18.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


    20.15
Micmacs - Uns gehört Paris
104 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

MICMACS - UNS GEHÖRT PARIS! ist ein typischer Jeunet-Film (DELICATESSEN, DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE), ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen, herrlich überdreht, originell und fantasievoll und überdies mit Dany Boon, dem Postboten aus WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS spannend besetzt. Der Besuch eines solchen Films macht einfach Spaß!

Im Mittelpunkt steht Bazil, dem das Schicksal übel mitspielte. In seinen Kindertagen zerfetzte eine Landmine in Nordafrika seinen Vater, die Mutter wurde darüber wahnsinnig und Bazil kam in ein Waisenhaus. 30 Jahre später hat er sich als Videothekar vor der Realität verkrochen. Ein nächtlicher Schusswechsel wird ihn vor die Tür seines Ladens locken, wo ihn ein Blindgänger zwischen den Augen erwischt. Leben mit einer Kugel im Kopf? Immer noch besser als Totalverblödung nach einer Operation. Bazils bisheriges Leben ist dennoch verloren. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld! Die Verursacher seiner Schicksalsschläge sollen nun bluten. Schnell sind sie ausgemacht: die Hersteller der Kugel und der Landmine. Und schnell sind auch tatkräftige Unterstützer gefunden, die ihm zudem Unterschlupf gewähren: die Micmacs, ein Völkchen wunderlicher Außenseiter, die auf einem Schrottplatz hausen und sich der Konstruktion seltsamer Maschinen widmen. Jeder Micmac hat ein besonderes Talent, das sich im Kampf gegen die mächtigen Waffenhersteller bald als äußerst nützlich erweisen wird...

Micmacs à tire-larigot | Frankreich 2009 | R: Jean-Pierre Jeunet | B: Guillaume Laurant & Jean-Pierre Jeunet | K: Tetsuo Nagata | D: Dany Boon (Bazil), Julie Ferrier (Mademoiselle Kautschuk), André Dussollier (Nicolas Thibault de Fenouillet), Nicolas Marié (François Marconi)


Di 28 19.00
Voodoo - Die Kraft des Heilens
70 Minuten | FSK frei ab 12 | mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Dank seiner fundierten Kenntnisse der Religion und seiner guten Kontakte ist Christophs Film eine außergewöhnliche Reise zu den Wurzeln des Voodoo, in der er mit der Kamera Rituale dokumentieren konnte, die zum Teil noch nie zuvor auf Filmmaterial gebannt werden konnten. Seine sehenswerte Dokumentation räumt auf mit den gängigen Klischees und Vorurteilen und bietet eine verständliche und überaus kompetente Annäherung an die Ursprünge und Hintergründe dieses Kultes, der auch ohne Spuk und Hokuspokus fasziniert – gerade weil eben nicht alles rational erklärt werden kann.

Vodun, Voudou, Wodu oder eben Voodoo – der Kult, der in Haiti und in Teilen Afrikas beheimatet ist, hat viele Namen und Gesichter. Und doch kennt man in der westlichen Welt vor allem die Zombies, die längst zum Bestandteil des Horror-Ikonographien geworden sind, und wohlige Gruselschauer über den Rücken jagende Phänomene wie ekstatische Tänze, das Malträtieren von Puppen mit Nadeln und die Verehrung des Zustandes der Besessenheit als höchste Form der Erleuchtung. Durch unzählige Filme glauben wir vieles über die unheimliche Religion zu wissen – und kennen doch allenfalls Zerrbilder. In seinem Film Voodoo – Die Kraft des Heilens widmet sich der Ethnograph und Fotojournalist Henning Christoph (u. a. National Geographic und Geo) den Hintergründen des Kults und reist zu diesem Zweck nach Benin, wo die Ursprünge des Voodoo vermutet werden.

Deutschland 2009 | R+B: Henning Christoph | K: Othmar Schmiderer

    21.15
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


Mi 29 19.00
Eine Karte der Klänge von Tokio
106 Minuten | FSK frei ab 16 | deutsche Fassung

Die Spanierin Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, ELEGY) ist eine Meisterin eleganter, raffinierter Melodramen. Und auch ihr vierter Spielfilm ist berauschend schön, brillant vertont, außergewöhnlich gut fotografiert (Kameramann Larrieu spielt mittlerweile in einer Liga mit den besten seiner Zunft) und zutiefst ergreifend! Großes und großartig gespieltes Emotionskino. Faszinierend ist dabei, wie gut es der Katalanin gelingt, sich der so fremden, so undurchdriglichen japanischen Metropole anzunähern.

Die zierliche Ryu arbeitet auf dem Tokioter Fischmarkt. Eine einsame und geheimnisvolle junge Frau, deren einziger Freund ein älterer Toningenieur zu sein scheint, der unermüdlich den Klängen seiner Heimatstadt nachspürt und der Zeuge dieser Geschichte wird. Ryu nämlich trägt ein Tonband mit sich herum und zeichnet für ihn die Geräusche der japanischen Metropole auf. So erfährt er, dass sie ein Doppelleben führt und sich ab und zu als Auftragskillerin verdingt. Als sich Midori, die Tochter des reichen Geschäftsmannes Nagara das Leben nimmt, macht ihr Vater – außer sich vor Verzweiflung – sofort ihren spanischen Freund David dafür verantwortlich. Dafür soll der Weinhändler sterben. Nagaras Assistent engagiert Ryu, die den Auftrag annimmt. Als sie jedoch in Davids Weinhandlung kommt, um ihren Auftrag auszuführen, überlegt sie es sich anders und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem impulsiven Mann, der in keinem Moment ein Hehl darauf macht, wie sehr er um Midori trauert.

Mapa de los sonidos de Tokyo | Spanien 2009 | R+B: Isabel Coixet | K: Jean-Claude Larrieu | D: Rinko Kikuchi (Ryu), Sergi Lopez (David), Min Tanaka (Narrador), Manabu Oshio (Yoshi)


    21.00
Micmacs - Uns gehört Paris
104 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

MICMACS - UNS GEHÖRT PARIS! ist ein typischer Jeunet-Film (DELICATESSEN, DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE), ausgetüftelt bis ins letzte Detail, gespickt mit Filmzitaten und Selbstreferenzen, herrlich überdreht, originell und fantasievoll und überdies mit Dany Boon, dem Postboten aus WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS spannend besetzt. Der Besuch eines solchen Films macht einfach Spaß!

Im Mittelpunkt steht Bazil, dem das Schicksal übel mitspielte. In seinen Kindertagen zerfetzte eine Landmine in Nordafrika seinen Vater, die Mutter wurde darüber wahnsinnig und Bazil kam in ein Waisenhaus. 30 Jahre später hat er sich als Videothekar vor der Realität verkrochen. Ein nächtlicher Schusswechsel wird ihn vor die Tür seines Ladens locken, wo ihn ein Blindgänger zwischen den Augen erwischt. Leben mit einer Kugel im Kopf? Immer noch besser als Totalverblödung nach einer Operation. Bazils bisheriges Leben ist dennoch verloren. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld! Die Verursacher seiner Schicksalsschläge sollen nun bluten. Schnell sind sie ausgemacht: die Hersteller der Kugel und der Landmine. Und schnell sind auch tatkräftige Unterstützer gefunden, die ihm zudem Unterschlupf gewähren: die Micmacs, ein Völkchen wunderlicher Außenseiter, die auf einem Schrottplatz hausen und sich der Konstruktion seltsamer Maschinen widmen. Jeder Micmac hat ein besonderes Talent, das sich im Kampf gegen die mächtigen Waffenhersteller bald als äußerst nützlich erweisen wird...

Micmacs à tire-larigot | Frankreich 2009 | R: Jean-Pierre Jeunet | B: Guillaume Laurant & Jean-Pierre Jeunet | K: Tetsuo Nagata | D: Dany Boon (Bazil), Julie Ferrier (Mademoiselle Kautschuk), André Dussollier (Nicolas Thibault de Fenouillet), Nicolas Marié (François Marconi)


Do 30 19.00
London Nights
96 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

 

„So zärtlich und überirdisch schön!“ schwärmt die New York Times über LONDON NIGHTS. Der 2. Film des Argentiniers Dos Santos (GLUE) verzichtet auf die Distanz sozialkritischer Milieustudien, taucht tief ein in das Leben seiner Helden, ihre zwischen Euphorie und Melancholie pendelnden Gefühlswelten. Gleichzeitig ist der Film auch eine Hommage an das Londoner East End mit seiner multikulturellen Bevölkerung, seinen heruntergekommenen Straßen, aber auch mit seiner kreativen Lebendigkeit. Und wartet mit einem tollen Soundtrack auf.

Die beiden Hauptfiguren dieses Films leben im gleichen besetzten Haus im Londoner East End, lernen sich aber erst am Ende der Geschichte kennen: die Belgierin Vera und der Spanier Axl. Vera versucht, über eine gescheiterte Liebe hinweg zu kommen. Das hindert sie nicht daran, sich auf den „Röntgen-Mann“ einzulassen. Ihre Bedingung: keine Namen, keine Telefonnummern, nur vage ausgemachte Dates. Sich nur nicht wieder verletzten lassen! Aber so einfach ist das natürlich nicht, denn als eine der Verabredungen platzt, gerät sie in Panik, den zärtlichen Holländer nicht wieder zu finden… Axl ist nach London gekommen, um seinen englischen Vater zu suchen. Und er findet ihn, einen sympathischen Immobilienmakler und glücklichen Familienvater, der seinen spanischen Sohn nicht erkennt. Axl ist unschlüssig, was er tun soll, und wacht morgens immer wieder total verkatert und ohne Erinnerung an den Abend zuvor in fremden Betten oder auf fremden Sofas auf…

UNMADE BEDS | Großbritannien 2009 | R+B: Alexis Sos Santos | K: Jakob Ihre | D: Déborah François (Vera), Fernando Tielve (Axl), Michiel Huisman (Röntgen-Mann),Iddo Goldberg (Mike)


    21.15
8. Wonderland
98 Minuten | FSK frei ab 12 | deutsche Fassung

8. WONDERLAND vom französischen Regie-Duo Nicolas Alberny und Jean Mach legt mit bissigem Witz und lakonischer Ironie die Mechanismen revolutionären Handelns offen und hinterfragt seine Möglichkeiten in einer Ära der Virtualisierung. Ungewöhnlich ist die Ästhetik, radikal und in ihrer Einfachheit genial die Geschichte über Veränderung und Handlungsfähigkeit im 21. Jahrhundert.

8. WONDERLAND erzählt die atemberaubende Geschichte eines virtuellen Staates, den ein global zusammengesetztes Kollektiv aus Hunderten von Menschen im Internet gegründet hat. Sie wollen den bloßen Worten der Politik Taten entgegensetzen. Wöchentlich stimmen die Bürger über die nächsten Aktionen ab. Per demokratischen Beschluss werden so im Vatikan Kondom-Automaten installiert, eine Darwin-Bibel in Massenauflage gedruckt, millionenschwere Fußballprofis entführt, die in einem chinesischen Sweatshop zusammen mit Kindern massenweise Sportschuhe im Akkord fertigen müssen, ein Atomdeal zwischen Russland und dem Iran vereitelt. Das 8. Wonderland streut Salz in die Wunden der globalkapitalistischen Ungerechtigkeiten und rückt in den Fokus der internationalen Medien und (in diesem Falle völlig überforderten) Geheimdienste. Als ein Hochstapler behauptet, Gründer und Kopf der Internet-Community zu sein und seine Popularität für Werbespots ausnutzt, müssen die Internet-Partisanen handeln. Als damit begonnen wird, der virtuellen Gemeinschaft Gewaltakte in die Schuhe zu schieben, ist die Jagd nach den Terroristen des 8. Wonderland offiziell eröffnet...

Frankreich 2009 | R+B: Nicolas Alberny & Jean Mach | K: Antoine Marteau | D: Matthew Geczy (John McClane), Eloissa Florez (Isabella), Robert William Bradford (David), Ahlima Mhamdi (Rachida)

 
GONZO!-Kinderkino
 25 Jahre GONZO!-Kinderkino
JUBILÄUMSPROGRAMM


Film Plus

mit Marianne Sägebrecht
am Mittwoch, dem 15. September!
MEHR


 


©2008

  Impressum 
  Newsletter abonnieren